Bericht von der Delegiertenversammlung des Verbandes
- Marko (Vorsitzender)
- vor 1 Tag
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Am Samstag fand die Delegiertenversammlung des Verbandes statt. Jan und ich waren vor Ort, um die Interessen unserer Mitglieder zu vertreten. Die Tagesordnung versprach wenig Spektakuläres. Jedoch erreichten mich sowie einige andere Vorsitzende im Vorfeld der Versammlung brisante Unterlagen zur Geschäftsführung unter der ehemaligen Geschäftsführerin Susann May. Darunter befand sich ein Protokoll einer Vorstandssitzung im September 2022. Dort hatte der Vorstand beschlossen, ihr trotz ihres hohen Gehaltes auch noch die Inflationsausgleichsprämie von 3000 € zu zahlen und ihren Sohn in Teilzeit zu beschäftigen. Beides wurde auch noch mit ihrer Ja-Stimme beschlossen. Da der Verband offensichtlich in dieser Zeit nicht allzu sparsam war, beschlossen wir, einen eigenen Antrag einzubringen:
„Die Delegiertenversammlung beschließt die unverzügliche Einsetzung einer unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung der Geschäftsführung unter Frau Susann May für den Zeitraum ab dem Jahr 2022 bis zu ihrem Ausscheiden.
Die Kommission hat insbesondere folgende Prüfaufträge:
1. Untersuchung möglicher Fälle persönlicher Vorteilsnahme und Vetternwirtschaft in dem genannten Zeitraum;
2. Überprüfung der Rechtmäßigkeit von Beschlüssen des geschäftsführenden Vorstands unter besonderer Berücksichtigung der Geschäftsordnung des geschäftsführenden Vorstands, insbesondere § 3 (Mitwirkungsverbote/Befangenheitsregelungen);
3. Prüfung, inwieweit gegebenenfalls rechtswidrige oder unter Verstoß gegen die Geschäftsordnung gefasste Beschlüsse zu beanstanden, aufzuheben oder sonstige geeignete Maßnahmen einzuleiten sind;
4. Aufklärung, ob zu strittigen Beschlüssen, insbesondere zum Beschluss vom 05.09.2022, in späteren (erweiterten) Vorstandssitzungen unzutreffend oder unvollständig Rechenschaft abgelegt wurde.“
Dieser Antrag schaffte es zunächst nicht auf die TO, mit 48 zu 51 Stimmen abgelehnt. Bis etwa 10 Minuten später jemand bemerkte, dass laut Satzung für Anträge, die auf der Versammlung gestellt werden, nur eine 1/3 Mehrheit notwendig ist, um sie in die TO aufzunehmen. Mehr dazu später.
Unter dem TOP „Ehrungen“ hatte man sich dieses Mal entschlossen, Vereine zu ehren, die runde Jubiläen feiern, somit bekamen wir eine schöne Urkunde für unseren 90. Geburtstag verliehen.
Und schon bald kamen wir zum wohl strittigsten Punkt der TO, der Erhöhung des Beitrags von 20,90 € auf 35 €. GF Zschau legte schlüssig dar, warum der Verband diese Erhöhung benötigt. Lange Jahre gab es keine Erhöhung, die Mitarbeiter der Geschäftsstelle wollen vernünftig bezahlt werden, außerdem arbeiten sie am Limit und eine weitere Stelle ist nötig, um den immer steigenden Aufwand zu bewältigen. Eine Insolvenz wäre ohne Beitragsanpassung in den nächsten Jahren unabwendbar. Wir waren davon auch überzeugt, hielten uns jedoch an euer Votum und stimmten dagegen.
Danach ging es um die neue Rahmengartenordnung und Laubenordnung, beide wurden bestätigt und in Kraft gesetzt. Sobald die endgültigen Dokumente vorliegen, gibt's eine Rundmail. Die Einrichtung eines Baumfällfonds wurde beschlossen und der Vorsitzendenbeirat nachbesetzt.
Die Abwahl von Gabriele Schmidt aus dem Vorstand scheiterte. Mir war die Begründung des Verbandes zu schwammig und eine Abwahl ist nur aus wichtigen Gründen möglich. Diese sah ich nicht und tat das auch kund.
Da das Vorstandsmitglied für Finanzen zurückgetreten war, musste diese Stelle im Vorstand neu besetzt werden. Gartenfreund Zschau, bisher für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, trat von diesem Amt zurück und bewarb sich für die Stelle als Finanzverantwortlicher. Er wurde mehrheitlich gewählt.
Gegen 14:30 Uhr wurde dann unser Dringlichkeitsantrag aufgerufen. Aber da die Stimmung unter den Gartenfreunden zunehmend gereizter wurde, zogen wir den Antrag zurück und alle konnten Kaffee und Kuchen zu Hause trinken. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, die nächste Versammlung kommt bestimmt und dann reichen wir den Antrag rechtzeitig ein.




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